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Die Einsamkeit im Top-Management

Bergspitze

„Die Niederlage ist ein wunderbarer Coach“ (Bert Bleicher, einstiger geschäftsführender Gesellschafter der Hoffmann Group)

Führungsverantwortung zu tragen, ist eine große Aufgabe, an der manch eine(r) zerbricht. Hoch hinaus wollen wir alle, aber wie damit umgehen, wenn wir abstürzen, Träume platzen, Ängste überhandnehmen, Probleme zu groß werden, sich (vermeintliche) Gegner wie Bollwerke vor einem auftürmen?

Ich möchte dich heute auf eine Dokumentation aufmerksam machen, die kürzlich in der ARD ausgestrahlt wurde. Hier kommen (ehemalige) Top-Manager zu Wort. Außergewöhnlich ehrlich sprechen sie über eigene Fehler und was sie aus ihrem Scheitern gelernt haben. Hier wird einmal mehr sichtbar, dass sie Menschen sind – mit den gleichen Gefühlen, Hoffnungen, Ängsten und Zweifeln wie jede(r) andere auch.

Je höher man kommt, desto dünner die Luft

Der einzige Unterschied: Dort oben ist man sehr einsam. Mitleid mit Managern hat kaum einer; fragen können sie in Krisenzeiten niemanden; der Druck ist ungeheuer hoch. Rüdiger Striemer, Vorstand beim IT-Dienstleister Adesso und Buchautor von „Raus! Mein Weg von der Chefetage in die Psychiatrie und zurück“ drückt das so aus: „Scheitern ist keine Option“. Dies ist die weit verbreitete Denke in den Top-Etagen deutscher Unternehmen.

Aber schau einfach selbst mal rein. Vielleicht erkennst du die ein oder andere Parallele zu deinem Werdegang oder deinem Wertesystem und lernst dadurch aus Erkenntnissen der anderen. Dazu muss man im Übrigen häufig nicht erst ganz oben auf der Karriereleiter angekommen sein. Viele Führungskräfte im mittleren Management betrifft das ganz genauso.

Und wenn du keine Führungsverantwortung trägst, kann diese Reportage aus einem anderen Grunde augenöffnend für dich sein: Vielleicht rückt ein bisschen mehr Wissen und Verständnis  deine(n) Vorgesetzte(n) ja in ein anderes Licht. Könnte sein, du betrachtest sie/ihn anschließend weniger als Idol, Herrscher(in) oder Feind(in), sondern mehr als die/den Eine(n) unter Gleichen, die/der eben nur eine große Verantwortung trägt und damit ziemlich allein dasteht.

Link zur Reportage in der ARD-Mediathek

Ich bin gespannt auf deinen Kommentar.

Sei mutig, sei echt, sei einzigartig!
Deine Beate


#wissenwasmirwichtigist. DER BLOG FÜR KLARHEIT, ORIENTIERUNG UND PERSÖNLICHKEIT.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Ganz richtig Beate! Bosses are people too! Auf die intrinsische Motivation beider Führungskräfte UND Mitarbeiter, die ein hohes Maß an persönlicher Identifikation mit ihrer Arbeit besitzen, kommt es an! Der Mensch und sein kreatives Potenzial stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Gesundheit und lernende Haltung (auch aus Fehlern!) kennzeichnen zusätzlich das Selbstbild eines dynamischen Unternehmens.

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