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Was Geschenke und Ziele miteinander gemeinsam haben

Ziele sind nichts für mich

Dieser Tage hatte ich einige interessante Unterhaltungen zum Thema Ziele. So manches Mal hörte ich dabei Aussagen, wie „Ach weißt du, das mit den Zielen ist nicht so mein Ding. Das ist mir irgendwie zu trocken.“ Oder „Das Zielestecken ist mir viel zu mühsam. Ich glaube, das ist wohl eher was für andere aber nix für mich.“ Und  „Es bringt doch eh nichts, sich Ziele zu stecken. Umso größer ist die Enttäuschung, wenn man es dann nicht schafft.“

Diese Sätze brachten mich zum Nachdenken. Es ist ja durchaus mutig einzugestehen, dass man damit so seine Mühe hat, nicht wahr? Wer traut sich schon, das so einfach zu sagen, wo es in manchen Kreisen ja fast zum guten Ton gehört, große Pläne zu schmieden und mit ihnen herumzuprahlen?! Vor allen Dingen macht es mich jedoch betroffen, wenn Menschen das Zielestecken, das Planen und Träumen aufgegeben haben – oft aufgrund von Enttäuschungen, schlechten Vorbildern oder weil die Erwartungen anderer als die eigenen Ziele tituliert wurden. Verständlich, wenn man dem Ganzen dann nichts Gutes oder gar Begeisterndes abgewinnen kann.

Ziele sind wie Geschenke

Und trotzdem kann ich das nicht einfach so stehen lassen. Das liegt wohl daran, dass ich davon überzeugt bin, dass viele sich durch diese resignierende Denkweise unzählige Chancen im Leben verbauen. Und soll ich dir etwas verraten? Ja, Ziele machen manchmal den Eindruck, als kämen sie etwas trocken, langweilig, verstaubt oder wie eine schwere Last daher. Wenn dies so ist, liegt es fast immer daran, dass es nicht wirklich DEINE Ziele sind, sondern die der anderen, für die du dich hast instrumentalisieren lassen. Ziele, die dir andere zuschreiben, rufen nämlich leider all zu häufig Druck, Frust und Enttäuschung hervor. Oder es sind halbherzige Wünsche, die weder das Potential haben, dich vom Hocker zu reißen noch ungeahnte Motivation und Kräfte in dir hervorzurufen. Wenn du dir deine RICHTIGEN Ziele steckst, wirst du erkennen: Ziele sind eigentlich so etwas wie Geschenke.

„Häh?“, fragst du jetzt vielleicht… Ich will es dir erklären: Bestimmt hast du schon einmal ein etwas einfach verpacktes oder langweiliges Geschenk bekommen. Hast du dann gedacht: „Ach das ist mir zu langweilig es auszupacken, können ja die anderen machen“? Natürlich nicht. Du hast es dennoch ausgepackt. Oder wenn ein Geschenk für dich sehr, sehr groß ausfiel – hast du dann gesagt: „Oh Mann, das Päckchen auszupacken ist mir jetzt aber zu mühsam und zu kompliziert. Das ist nix für mich“? Ich bin mir sicher, dass dich entweder die menschliche Neugierde oder wenigstens der Anstand in dir zum Auspacken getrieben haben – ganz egal, wie das Geschenk daherkam.

Genauso wie du kein Geschenk unausgepackt lassen würdest, solltest du die in dir existierenden Ziele, Träume und Pläne herausholen. Weil es sich lohnt! Und weil es Spaß macht!

Es kommt nicht auf die Größe an – oder doch?

Ich will dich jetzt einmal bitten etwas zurückzudenken – an die vielen schönen Geschenke, die du in deinem Leben schon bekommen hast. Welche waren die besten, die man dir gemacht hat? Was hat dich so richtig glücklich gemacht?
Ich wette mit dir, es waren nicht unbedingt die, die am allergrößten waren und es ging unterm Strich auch nicht darum, die allermeisten Präsente zu bekommen, oder? In der Regel lassen uns die Geschenke wirklich glücklich sein, die unsere Herzenswünsche erfüllen. Es sind meistens die Geschenke, die beispielsweise unsere Geschicklichkeit und Ausdauer herausfordern, die an Verantwortung geknüpft sind und die uns anderen Menschen näher bringen. Manchmal sind es auch die kleinen Geschenke, denn diese entpuppen sich oft als die kostbarsten.

Mit den Zielen ist das ganz ähnlich. Lass dich nicht von Ihrer vielleicht langweiligen oder seltsamen Verpackung täuschen. Die Ziele, die dich im Herzen richtig bewegen, sind die, für die es sich lohnt, besondere Anstrengungen in Kauf zu nehmen. Es geht nicht darum, die eigenen Ziele mit denen der anderen zu vergleichen und die größten Ziele von allen zu haben. Ganz im Gegenteil – jeder kleine Schritt in Richtung Ziel ist kostbar. Darum lohnt es sich ja auch so sehr, sich kleine Zwischenziele zu stecken. Aber Achtung: Sind deine Ziele zu mini, werden sie dich nicht ausreichend motivieren, sie überhaupt anzupacken. Das ist wie mit einem eher lieblosen Geschenk, dessen Schenker sich nicht die Mühe gemacht hat darüber nachzudenken, was dem zu Beschenkenden wirklich Freude machen würde und ihm dann irgendetwas schenkt, was er selbst nicht mehr gebrauche konnte oder zufällig im Sonderangebot war. Sind deine Ziele zu winzig, bekommst du am Ende einen Staubfänger – eben etwas, was du nicht wolltest. Du siehst: es kommt bei den Zielen irgendwie schon auf die richtige Größe an.

Weniger ist mehr

Es macht übrigens auch nicht glücklicher, die allermeisten Ziele zu haben – denn zu viele Ziele auf einmal überfordern einen Menschen und lähmen ihn gar. Mit zu vielen Dingen, die wir gleichzeitig auf dem Radar haben, verzetteln wir uns. Erfolgversprechender ist es, wenn du dir zwei oder drei richtig lohnenswerte Ziele vornimmst und dafür dann alles gibst. Dann kannst du dich nämlich gut darauf konzentrieren, Ablenkungen trotzen und dich sowohl über den Weg zum Ziel als auch am erreichten Ziel freuen. Das ist wie mit den Geschenken – lieber nur ein richtig tolles, als viele, die man sich gar nicht gewünscht hat.

Ich bin davon überzeugt:  Das mit den Zielen sollte man – genau wie das Geschenkeauspacken – nicht den anderen überlassen.  Ziele und Geschenke die Sinn stiften, haben gleichermaßen viel mit Verantwortung, Ausdauer und Anstrengung zu tun. Gute Geschenke zu finden, kann ebenso herausfordernd sein, wie lohnenswerten Zielen auf die Spur zu kommen. Klar, Geschenke machen einem meistens andere, aber Ziele schenkt man sich am besten selbst. Darum frage ich dich: Mit welchen Zielen beschenkst du dich in diesem Jahr?

Sei mutig, sei echt, sei einzigartig!

Deine Beate

 


#wissenwasmirwichtigist. DER BLOG FÜR KLARHEIT, ORIENTIERUNG UND PERSÖNLICHKEIT im Beruf- und Privatleben.

 

 

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