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(P)Fundstück: „Liebe Freundin, es tut mir leid“

(P)fundstücke
Freundschaften sind eines der größten Geschenke in unserem Leben. Und doch bergen sie häufig auch die größten Herausforderungen. Wir wachsen an ihnen, lernen, lieben, scheitern … Nicht umsonst hab ich hier im Blog schon mal darüber geschrieben: 3 Gründe, warum du Freundschaften kündigen solltest

Eher zufällig bin ich kürzlich auf eine Schlagzeile der Zeitschrift Barbara gestoßen. Eigentlich lese ich Frauenzeitschriften maximal im Wartezimmer meines Arztes. Weil ich Barbara Schöneberger irgendwie mag und mich das Thema Freundschaften immer wieder beschäftigt, hab ich mir die Zeitschrift diesmal gekauft. Und kann sagen: hier ist ein wirklich lesenswerter Beitrag erschienen, den ich dir empfehlen will.
Wenn du deine Freundschaften bewusst unter die Lupe nehmen willst, Entscheidungs- oder Reflexionshilfe für eigene verfahrene Situationen in deinen Freundschaften suchst, dann lege ich dir den Artikel „Liebe Freundin, es tut mir leid“ (Barbara, Ausgabe Nr. 2, ab Seite 15) ans Herz.

Hier kommen sieben Frauen kurz und knackig mit ihren Erfahrungen zu Wort. Sie berichten total ehrlich, reflektierend und respektvoll davon, dass und warum sie einen Freund im Stich gelassen haben. Das Gute daran: es wird nichts verschönt, es regt zum Nachdenken an und hilft dir vielleicht, eigene gute Entscheidungen in punkto Freundschaften zu treffen.

Sei mutig, sei echt, sei einzigartig!
Deine Beate


#wissenwasmirwichtigist. DER BLOG FÜR KLARHEIT, ORIENTIERUNG UND PERSÖNLICHKEIT.

Verkannt werden – mit Gefühlen der Ohnmacht und Wut richtig umgehen

spiegel groß
Eine befreundete Familie von uns entschied vor einigen Monaten, ein Jahr ihres Lebens zu verschenken – für Kinder, die von ihren Eltern verstoßen wurden oder sie auf tragische Weise verloren haben. Sie machten sich auf den Weg nach Afrika, um dort ein Kinderheim für Waisen mit aufzubauen. Unbezahlt. In ihrem Blog berichten sie regelmäßig über dieses Projekt.

Ich erinnere mich, wie unser Freund schon vor Jahren von diesem Lebenstraum erzählte. Geschichten von benachteiligten Kindern haben ihn stets unglaublich berührt. Für sie wollte er irgendwann einmal etwas wirklich Gutes bewegen. Solche Ambitionen haben sicherlich einige von uns. Aber wieviel Mut, Engagement und Hingabe gehören dazu, solch einem Traum auch entgegen vieler Widerstände wirklich Taten folgen zu lassen?!

Stichwort Widerstände: Da sind wir mitten im Thema, das mich beschäftigt. Ich las nämlich dieser Tage davon, dass unseren Freunden Geldmacherei, Effekthascherei und ähnlich Übles vorgeworfen wurde, als sie auf Facebook von einem sehr traurigen Schicksal eines Geschwisterpaares berichteten. Puh. Das sitzt! Wer unsere Freunde kennt, weiß, dass man bei ihnen mit solchen Anklagen einfach sowas von daneben liegt. Diese Vorwürfe sind vollkommen unberechtigt und tuen weh. Aber wie reagiert man da, wenn man derart verkannt wird?

Da kommen in mir direkt Erinnerungen hoch. Vor etlichen Jahren hatte auch ich eine Lektion in Sachen Verkannt Werden und dem Umgang damit zu lernen. Ein Vorgesetzter warf mir damals vor, einen iPad entwendet zu haben. Das machte mich total sprachlos – nein, eher ohnmächtig und hilflos. Wie sollte ich nachweisen, dass das eine Behauptung ist, die auf Lügen fußt? Wie konnte es sein, dass ich so verkannt wurde? Der Ohnmacht folgte Ärger, Wut, Angst, Sorge, Trauer. Irgendwann wurde daraus Hass. Mein Körper schlug Alarm. Kein Wunder, denn Hass schadet in erster Linie uns selbst und nicht dem, den er eigentlich gelten soll.

Emotionen sind menschlich aber kein Freibrief

Zunächst einmal: es ist total menschlich, mit Wut, Ärger und anderen negativen Emotionen zu reagieren, auch wenn das nicht immer weise ist. Unberechtigt angeklagt zu werden, trifft einen einfach in Mark und Bein. Ja, und man kann sich sicherlich auch juristischen Beistand suchen, mit harten Sprüchen zurückschlagen und anderes mehr. Aber ist das klug? Und hilft einem das wirklich?

Ich denke nein. Das Eine ist zwar, dass heftige Gefühle in derartigen Situationen menschlich sind. Das Andere jedoch: sie sind kein Freibrief für Aggression und Feindseligkeit in ihren verschiedenen Abstufungen. Unser Freund in Afrika reagierte nach dem ersten Schock mit einem Lächeln. Er schrieb: „After thinking about the situation for a while, I started to smile. We must be doing something right“. Damit ist kein herablassendes Lächeln gemeint, sondern eine Art Unbeschwertheit oder Erleichterung, die in einem wächst, wenn man erkannt hat, dass man sich nichts vorzuwerfen hat. Und dass der Gegenwind eher eine Folge von Neid, Unverständnis oder mangelndem Wissen ist. Ich finde: Lächeln ist eine gute, weise Lösung, um Bitterkeit und Zwietracht zu trotzen.

Nützliche Strategien wenn du verkannt wirst

Aus meiner Sicht und aus meiner Erfahrung aus Beratungsgesprächen mit Klienten sind in solchen Situationen aber noch zwei weitere Strategien sehr nützlich:

1.) Prüfe dein Gewissen! – Heißt: bist du mit dir und deinem Handeln im Reinen? Dann atme einfach mal durch, lass den ersten Schwall der Emotionen vorüberziehen und sammle dann einfach die Fakten, um sachlich ins Gespräch gehen zu können. Wenn du ohne Scham, Hochmut und Anklage in den Spiegel schauen kannst, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass du auf dem richtigen Weg bist.
Meldet sich dein Gewissen jedoch – egal ob laut oder leise –, dann bring den Teil der Sache in Ordnung, den du zu verantworten hast! Nobody is perfect. Jeder von uns macht mal Fehler.

2.) Vergib! – Die etwas aus der Mode gekommene Vergebung hilft vor allem dir selbst. Bitte verwechsele Vergeben aber nicht mit Vergessen! Vergessen bedeutet, etwas aus seinen Gedanken zu streichen. Verzeihen oder Vergeben heißt hingegen, loszulassen – jegliche Rachegedanken, das Recht auf Vergeltung, das Recht darauf, seinem Ärger mal so richtig freien Lauf zu lassen – ohne Rücksicht auf Verluste. Es bedeutet auch darauf zu vertrauen, dass am Ende die Wahrheit siegt.
Wenn du also jemandem vergibst, der dir unberechtigte Vorwürfe macht (aber übrigens nicht nur dann) macht es dich frei. Du musst dich dann nicht mehr in dem Sumpf negativer Gefühle suhlen, kannst aufrecht deinen Weg weitergehen, klug und deeskalierend (re)agieren. Letztlich wird man verkannt, weil man eben nicht richtig gekannt wird. Aus Unwissenheit eben. Und Unwissenheit kann man doch verzeihen, oder?

Sei mutig, sei echt, sei einzigartig!
Deine Beate


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Wertschätzend führen: 3 Tipps für stressige Arbeitssituationen

wertschätzend führen
Bei wem kochen in stressigen Situationen nicht auch die Emotionen hoch?! Eines ist doch klar, auch diejenigen unter uns, die Führungsverantwortung haben, sind Menschen. Und Menschen haben nun einmal eine begrenzte Belastbarkeit. Jeder kann sich da sicherlich bis zu einem gewissen Maß hineinfühlen. Und obwohl dir deine Mitarbeiter bestimmt auch den einen oder anderen Fehltritt (wie Ungeduld & Co.) verzeihen, darfst du dich als Chef/in nicht einfach so deinen Emotionen hingeben. Schließlich bist du ein Vorbild! Und wenn du bei mir im Blog liest, bist du daran interessiert, deine Rolle wirklich gut auszufüllen, deine Mitarbeiter wertzuschätzen, sie also wirklich zu führen.

Was also tun, wenn dir mal wieder so einiges über den Kopf wächst? Wie kannst du in stressigen Situationen, in denen du selbst an Grenzen kommst, wertschätzend sein, obwohl dir nach etwas ganz anderem zumute ist?
Ich gebe dir drei Tipps mit an die Hand, die – hast du sie verinnerlicht – dein Handeln verändern werden:

Tipp 1: Triff eine (gute) Entscheidung
Am Anfang steht eine Entscheidung. DEINE Entscheidung. Und zwar die Entscheidung, dich deiner Verantwortung als Führungskraft zu stellen. Mal ehrlich: Es zeichnet doch gerade eine Führungskraft aus, dass sie in stressigen Zeiten einen kühlen Kopf bewahrt und proaktiv sowie bedacht agiert. Diese Entscheidung hast du zwar prinzipiell getroffen, als du damals den Arbeitsvertrag unterschrieben hast, doch es ist wichtig, diese Entscheidung im Führungsalltag stetig zu erneuern.
Wenn dir Menschen und Budgets anvertraut wurden, kannst du nicht einfach so einen Rückzieher machen, deine Launen ungefiltert rauslassen und damit unüberschaubaren Schaden anrichten. Also entscheide dich ganz bewusst – immer wieder neu und gerade in Ausnahmesituationen, in denen du merkst, dass die berüchtigte Zündschnur seeeeehr kurz ist:

„Ich will ein gutes Vorbild sein, eine Führungskraft, die sich den Herausforderungen stellt, Verantwortung übernimmt und angemessen agiert.“

Das ist ein kurzer, sehr wichtiger Moment, der dich auf Kurs bringt.

Tipp 2: Überprüfe deine Haltung
Anschließend überprüfe deine Haltung gegenüber deinen Mitarbeitern. Es ist ohnehin wichtig, sich mal grundsätzlich darüber klar zu werden, wie man sich so sieht: Denke ich, ich habe aufgrund meiner Position besondere Rechte? Sehe ich mein Team als einen Haufen von Untergebenen oder als verlässliche Fachleute, Profis, Menschen, die das Recht haben, dass man ihnen auf Augenhöhe begegnet? Das klingt teilweise krass, und doch haben wir bewusste und unbewusste Gefühle und Ansichten. Das ist völlig menschlich!

Es ist wichtig, sich da ehrlich unter die Lupe zu nehmen, denn deine prinzipielle Haltung entscheidet darüber, wie sehr „deine Leute“ sich wertgeschätzt fühlen. Deine innere Haltung kommt immer durch! Ob du sie dir bewußt machst, oder nicht. In Ausnahmesituationen, wenn Belastung und Emotionen bei allen hochschlagen, entscheidet das auch darüber, ob du eskalierend oder deeskalierend reagierst.

Im Akutfall ist es aber zusätzlich wichtig kurz zu prüfen, wie du in dem aktuellen Moment zu deinen Mitarbeitern stehst. Jetzt, da sie sich vielleicht beklagen oder untereinander Zoff anzetteln. Denn vielleicht stimmt ja prinzipiell deine Grundhaltung, aber du kannst, wenn es stressig ist, nicht auch noch deine Mitarbeiter „babysitten“. Du siehst: eine Ausnahmesituation führt zu verschiedenen Haltungen und Haltungen schlagen sich in Körpersprache, Ton und Inhalten nieder. Wenn du sie dir bewusst machst – und das geht in wenigen Sekunden –, hast du Gelegenheit, deine Haltung zu korrigieren. Und schon findest du Raum für Souveränität und angemessenes Verhalten.

Tipp 3: Zeig den Menschen in dir!
Jetzt kannst du auf Basis deiner Entscheidung und deiner Haltung (re)agieren. Du bist nicht mehr Sklave der Umstände oder deiner Emotionen. So gewinnst du einen gesunden Abstand zu den unliebsamen Dingen, die an stressigen Arbeitstagen auf dich einprasseln.

Zeig dich als Mensch! Niemand erwartet von dir, dass du immer und überall alles im Griff hast. Menschlichkeit schafft Sympathie, Verständnis und Verbündete. Und die brauchst du jetzt. Wenn dich ein Mitarbeiter also zum Beispiel bei einer wichtigen Aufgabe unterbricht, die du dringend bis nachher abschließen musst, dann artikuliere mit freundlichen, klaren Worten dein Bedürfnis – in unserem Beispiel das Bedürfnis nach Ungestörtheit, damit du dich konzentrieren kannst. Sag deinem Mitarbeiter, dass du sein Anliegen wahr- und ernst nimmst. Erkläre ihm, dass und warum es jedoch ein ungünstiger Zeitpunkt ist. Biete ihm an, dass ihr zeitnah nach einem günstigen Zeitpunkt schaut, um euch seinem Thema anzunehmen. Damit bleibst du wertschätzend – Euch allen gegenüber. Und deine Mitarbeiter erleben dich als echtes Vorbild.

Wie das Gesetz von Saat und Ernte besagt, wirst du mittelfristig erleben, wie aufgrund deines wertschätzenden Umgangs – ganz besonders an stressigen Tagen – die Quengeleien im Umgang miteinander seltener werden und ihr euch als Team einander noch besser unterstützt.

Sei mutig, sei echt, sei einzigartig!
Deine Beate


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Erfolgsfaktor Wertschätzung

blume mit krone 2
Zwischen den Feiertagen gingen mir wiederholt Gedanken durch den Kopf, die bei genauerer Betrachtung den gemeinsamen Nenner „Wertschätzung“ aufwiesen. So entschied ich kurzerhand, eine kleine Beitragsreihe zu dieser Thematik zu starten. Die Beiträge werden dir helfen, die große Bedeutung eines wertschätzenden Arbeits- und Lebensstils zu erkennen. Sie sollen dich dabei unterstützen bewusste Schritte zu gehen, um dir den „Erfolgsfaktor Wertschätzung“ im besten Sinne zu Nutze zu machen.

Spreche ich hier von Wertschätzung, meine ich damit einen respektvollen, wohlwollenden und anerkennenden Umgang zwischen Menschen. Wertschätzung bedeutet, den Menschen in seiner Gesamtheit als positiv zu bewerten. Sie drückt sich „in Zugewandtheit, Interesse, Aufmerksamkeit [und] Freundlichkeit“* aus.

Was Wertschätzung und Selbstwert miteinander zu tun haben
In der Psychologie ist es anerkannter Tatbestand, dass Selbstwert und Wertschätzung stark zusammenwirken. Das heißt, jemand, der über ein gesundes Selbstwertgefühl verfügt, kann anderen Menschen mit deutlich mehr Wertschätzung begegnen. Wer umgekehrt anderen Respekt, Wohlwollen und Anerkennung schenkt, wächst dabei automatisch in seinem Selbstwertgefühl.

Die Anziehungskraft wertschätzender Menschen
Wer von uns sucht nicht gern die Nähe zu Menschen, die einen respektvoll, ermutigend oder anerkennend begegnen? Menschen mit einer wertschätzenden Haltung sind allgemein beliebt. Sie sind wie ein Magnet, in deren Umkreis man gern verweilt. Denn Wertschätzung tut gut. Sie hilft, das Gute in zu entwickeln und aus uns herauszulassen. Sie erfüllt ein in jedem Menschen liegendes Bedürfnis: Das Grundbedürfnis nach Anerkennung.

Aber nicht nur das. Wertschätzende Menschen sind in der Regel auch dankbarer, ruhen mehr in sich, fühlen sich erfüllter und sind erfolgreicher. Wertschätzende Partnerschaften beispielsweise halten selbst großen Lebenskrisen stand und sind ein Schlüssel für langjährige, glückliche Ehezeiten. Wertschätzende Unternehmensführung sorgt für eine gesündere Belegschaft. Wertschätzende Führungskräfte ziehen Bestperformer an und schaffen es, sie so lange zu halten, wie es deren Entwicklung und dem des Unternehmens nicht im Wege steht. Das bestätigen regelmäßige Gallup-Umfragen in Unternehmen. Ein interessanter Artikel dazu erschien vor einigen Jahren in der Welt.

Eine wertschätzende Haltung trainieren
Warum sich das Leben also unnötig schwer machen?! Teile ruhig Lob und Anerkennung großzügig aus – aber ehrlich und präzise! Es wird zu dir in vielfältiger und bereichernder Form zurückkommen. Lust auf ein Experiment? Probiere es einmal aus.

1) Nimm dir ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand. Zeichne eine Tabelle mit zwei Spalten. In die linke Spalte schreibst du spontan die Namen von drei Personen, die du magst. Notiere zu jeder Person drei Stichpunkte, die ausdrücken was du besonders an ihr schätzt.

2) In die rechte Spalte der Tabelle schreibst du anschließend spontan die Namen von drei Personen, die du momentan eher meidest, die dir das Leben womöglich schwer machen oder auf die du aktuell nicht so gut zu sprechen bist. Auch hier notierst du dir zu jeder Person drei Eigenschaften, Verhaltensweisen oder Fähigkeiten, die man ganz neutral gesehen an ihr für gut heißen kann. Mach dir die Mühe, tatsächlich drei positive Attribute pro Person zu finden! Auch, wenn es etwas länger dauert. Wichtig ist dabei: bleib ehrlich, möglichst neutral und sachlich und formuliere die Stichpunkte positiv!

3) In den kommenden drei Monaten pickst du dir jede Woche eine Person pro Spalte heraus. Also jede Woche insgesamt zwei deiner notierten Namen. Jetzt nutzt du alltägliche Begegnungen (oder suchst bewusst welche, falls sie nicht von allein entstehen), bei denen du einen der positiven Punkte ansprichst – zum Beispiel „beiläufig“ in einer Email, einer Geburtstagskarte, einem Smalltalk oder ähnlichem. Achte dabei darauf, dass du dein Lob ehrlich meinst und möglichst präzise formulierst. Ein oberflächliches „Das hast du toll gemacht!“ ist nicht wertschätzend. Es führt zu nichts oder hinterlässt bei deinem Gegenüber im schlimmsten Falle gar einen schalen Beigeschmack.

4) Das machst du so lange, bis du jeden der insgesamt 18 Stichpunkte an die jeweilige Person adressiert hast. Es ist also ein kleines Projekt, das auf etwa 3 Monate ausgelegt ist. Beobachte, was dabei in dir vor sich geht, wie die Personen reagieren, wie sich die Beziehung zwischen euch entwickelt und wie sich deine innere Denkweise womöglich auch anderen Menschen gegenüber verändert. Und wenn du magst, dann schreib doch hier in den Kommentaren über deine Erlebnisse. Viel Spaß mit deinem Experiment!

Sei mutig, sei echt, sei einzigartig!
Deine Beate

* https://de.wikipedia.org/wiki/Wertsch%C3%A4tzung<<, 05.01.2016


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3 Gründe, warum du Freundschaften kündigen solltest

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Freundschaften auf den Prüfstand stellen

Über die Jahre hat sich in meinem Leben ein großer Freundeskreis angesammelt. Wie jeder, erlebte auch ich hin und wieder Enttäuschungen oder Kränkungen. Das führte dazu, mich von einigen Menschen bewusst zu verabschieden oder zu distanzieren. Ich habe festgestellt, dass ich mit 2-3 sehr engen Freunden einfach viel glücklicher bin. Und weil ich jetzt nicht mehr jedermann Freund sein muss beziehungsweise sein will, fühle ich mich deutlich weniger gestresst.

Erstaunlich ist, wie häufig das Thema Freundschaften in meinen Coachings thematisiert wird. Die Option, Freundschaften auch mal zu kündigen, empfinden manche als kindisch, andere als unerhört, viele als unmöglich. Ich will dich ermutigen, deine Freundschaften auf den Prüfstand zu stellen und erkläre dir, wann und warum es sich lohnt, einen Cut zu machen.

Grund 1: Belastende Freundschaften sind keine Freundschaften!
Manchmal „schleift“ man Freunde ewig lang mit sich herum. Schulfreunde, Freunde von ehemaligen Arbeitsstellen, Freunde anderer Freunde, Freunde der Familie … Manche von ihnen beanspruchen ungeheuer viel Aufmerksamkeit. Dabei ist noch gar nicht die Rede von den Freundschaften, die keine sind, weil es immer Streit, Aufrechnereien oder Seitenhiebe gibt.

Manches Mal beschleicht einen der Gedanke, es wäre doch alles einfacher ohne sie. Dies kann jedoch ein deutliches Signal sein, dass jemand nicht wirklich ein Freund ist, sondern vielleicht nur ein Bekannter oder früherer Weggefährte. Wenn diese Beziehung dann auch noch anhaltend belastet, zieht sie einem regelrecht die Kraft und Freude aus den Adern. Jetzt heißt es, den Tatsachen ins Auge zu blicken, denn das ist das Gegenteil von Freundschaft!

Grund 2: Belastende Freundschaften blockieren dich
Es gibt Freundschaften, die sich zu einem ungesunden Abhängigkeitsverhältnis entwickelt haben. Freundschaften, die einen aufgrund von Verabredungen, empfundenen gegenseitigen Pflichten, forsch oder subtil aufgestellten Forderungen permanent beschäftigt halten und dich dadurch auf vielseitige Weise ausbremsen:

  • Einige Freundschaften behindern dich in deiner persönlichen Entwicklung, wenn sie nicht auf Ehrlichkeit und gegenseitigem Respekt gegründet sind.
  • In manchen Freundschaften geht es immer nur um den anderen. Es regt sich Ärger in dir, du fühlst dich zurückgestellt. Womöglich vermittelt dir das Miteinander immer wieder das Gefühl, du seist nicht wichtig. Vielleicht wirst du mit der Zeit automatisch immer stiller, erzählst weniger von dir, weil es den anderen eh nicht interessiert. Und dieses In-sich-zurückziehen verselbständigt sich beinahe unbemerkt.
  • Manche „Freunde“ platzen regelmäßig mit ihrem Schwall an Ärger oder Problemen einfach so in deinen Tag hinein. Klar darf und muss für sowas in einer Freundschaft auch Raum sein dürfen. Keine Frage. Doch ich spreche hier von einer auffälligen Unausgewogenheit, die bspw. daran zu erkennen ist, dass du nie gefragt wirst, wie es dir eigentlich geht oder deine Antwort auf spürbares Desinteresse oder verschlossene Ohren stößt.
  • Blockierende Freundschaften kosten sehr viel Zeit, wenn es beispielsweise immer wieder zu Diskussionen, Umständlichkeiten oder sonstigem Hin-und-Her kommt. Oder wenn du dich beim Telefonieren oder nach einem Besuch bei dem Gedanken erwischst: „Die Zeit hätte ich jetzt doch lieber anders verbracht!“
  • Sie rauben dir Zeit (und Kraft) aber auch auf andere Weise: Denn wenn du mit vorhandenen Beziehungen schon stark eingebunden – oder ausgelastet – bist, dann hast du keine Kapazitäten mehr für die Menschen, mit denen du lieber Zeit erbringen würdest.
  • Schlimmstenfalls desillusionieren sie: Dann verliert man den Glauben an echte Freunde oder sieht keinen Sinn darin, sich doch mal mit der sympathischen Kollegin privat zu treffen. Es ist kein Freiraum mehr da, um sich auf neue mögliche Freunde einzulassen.


Grund 3: Du wirst durch die Menschen geprägt, mit denen du dich umgibst

Fakt ist, dass wir erstaunlich stark davon geprägt werden, mit wem wir uns umgeben. Wir färben auf unsere Freunde ab – und sie auf uns. Sie beeinflussen unser Denken, unsere Meinungsbildung, unsere Prioritäten, unsere Entwicklung, unser Handeln, unsere Gesundheit und vieles mehr.
Im Gegensatz zur Herkunftsfamilie oder manch berufliche Gegebenheiten bist du es jedoch, der darüber entscheidet, mit wem du dich umgibst und wen du letztlich zu deinen Freunden zählst. Unterscheide hier ruhig zwischen einem sehr engen und einem etwas weiteren Freundeskreis, wenn dir das hilft. Aber sei ehrlich mit dir selbst:

  • Welche Art Mensch willst du sein?
  • Helfen dir deine Freundschaften, dieser Mensch zu werden?
  • Sind sie ehrlich, verständnisvoll, hilfsbereit, intellektuell bereichernd, freiheitsfördernd?

Prüfe, was dir wichtig ist und welche Freundschaften dich hindern, deinen Prioritäten im Leben zu folgen. Bedenke: Das Schlimmste, was dir passieren kann, ist nicht das Gefühl auszuhalten, auf einen vermeintlichen Freund verzichten zu müssen. Worst case ist hingegen, deine kostbare Lebenszeit mit den falschen, krankmachenden, belastenden Menschen vergeudet zu haben. Das Leben ist kurz – schau mal, wie schnell fünf oder zehn Jahre vorbeizischen. Lass uns die Zeit mit den Menschen verbringen, die wertvoll für uns sind – und wir für sie.

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Deine Beate

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Neu hier?

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Impulse für Experten, Führungskräfte und Selbständige

Hallo! Du bist das erste Mal hier? Das ist toll! Willkommen auf meinem Blog, in dem ich dir wertvolle Impulse für dein (Berufs-)leben geben möchte. Du bist eine junge Führungskraft oder möchtest es gerne werden? Du bist gestandener Unternehmer und willst dich für die Zukunft wappnen? Du bist Experte in deinem Fachgebiet und spürst, es ist Zeit für Veränderung? Du bist in einer Umbruchsituation und suchst Orientierung oder Klarheit für gute Entscheidungen? Wenn du davon mindestens eine Frage mit „Ja“ beantworten kannst, bist du hier richtig!

Themen in diesem Blog

Denn ich schreibe über alles, was dir helfen wird
– Sinn und Erfüllung im Job zu finden
– Orientierung in Umbruchsituationen zu erzielen
– die eigene Persönlichkeit optimal zu entwickeln
– Klarheit über das eigene Sein, Denken und Handeln zu erreichen
– die Schnittstelle zwischen Berufs- und Privatleben besser in Einklang zu bekommen
– gute Entscheidungen zu treffen, um Erfolg und Authentizität im Job zu vereinen.

Interaktiv und nützlich

Schau dich gern in den Kategorien und Blogbeiträgen um; abonniere deinen persönlichen Newsletter oder Feed, um nichts zu verpassen und teile einfach alles, was dir gefällt, in deinen sozialen Netzwerken! Ich freu mich außerdem sehr über den Austausch mit dir. Nutze dazu gern die Kommentarfunktion.

Noch was zum Duzen

Wundere dich bitte nicht, dass ich hier direkt duze. Das liegt zum einen daran, dass dieser Blog von vielen gelesen wird, die ich bereits z.B. durch ehemalige oder akteulle Coachings persönlich kenne. Zum anderen brauchen meine Themen eine gewisse Nähe, damit sie dir auch wirklich weiterhelfen. Das Duzen ist hierbei eine hilfreiche Brücke. Ich dank dir für dein Verständnis!

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Deine Beate

 

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Was siehst du? Oder: Korrigiere deinen Fokus!

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Negatives Denken

Kennst du das Spielchen „Ich seh etwas, was du nicht siehst“? Der Eine wählt im Geheimen einen Gegenstand, nennt dessen Farbe und der Andere muss anhand der Farbe erraten, welcher Gegenstand wohl gesucht wird. Mein Sohn, mit dem ich dieses Spiel kürzlich bei einer Autofahrt spielte, meinte auf einmal „Ich seh etwas, was du nicht siehst, und das ist sehr schön.“ Hmm, das macht das jetzt alles etwas komplizierter, dachte ich zunächst. Aber irgendwie auch eine willkommene Idee, das Spielchen mal ein wenig zu variieren. Was meint er wohl? Vor lauter Irritation konnte ich für ein paar Sekunden nichts antworten. Dann brach es mit einem Grinsen aus ihm heraus: „Ich meine dich!“

Es hat mich tief berührt, so etwas von meinem 6jährigen zu hören. Wohl jedes Mutterherz würde bei solchen Worten dahinschmelzen, oder? Aber nach etwa einer weiteren Sekunde überkam mich dann der Gedanke, dass ich mich gerade alles andere als schön fühlte. Ich hab die Nacht zuvor kaum geschlafen und war hundemüde, hatte es aufgrund des morgendlichen Stresses nicht geschafft, ein wenig Make up aufzulegen und soeben noch über einen anderen Autofahrer geschimpft – naja, mehr als geschimpft, um ehrlich zu sein. Ich machte mir zusätzlich Vorwürfe, warum ich beim Frühstück nicht viel geduldiger mit meinem Sohnemann umgegangen bin, der zum Xten Mal sein Müsli umgekippt hatte. Und jetzt das! Es war gerade mal 8 Uhr am Morgen. Was man zu dieser Tageszeit schon alles gedacht hat! Lauter negatives Zeugs über mich und andere. Dabei sollte ich es doch besser wissen!

Den Fokus neu ausrichten

Ich musste mich unweigerlich ermahnen, an dieser Stelle einen Punkt zu machen und meinen fehlgeleiteten Fokus neu auszurichten. Wie sind wir Menschen doch darauf geeicht, jeden Mangel, jeden Fehler und jedes Hindernis zu erkennen. Und dabei sind wir gewisser Maßen auch noch stolz darauf. Wenn es um Perfektion und Qualität geht, spielen wir Deutschen in der Weltrangliste ja ganz weit oben mit. Aber hat es dir schon jemals wirklich weitergeholfen, dich um Probleme zu kreisen, dem anderen seine Fehler unter die Nase zu reiben und dich selbst für deinen Mangel anzuklagen?

Bei dem Bildchen oben … was siehst du da? Ja, eine Aufgabe ist falsch gelöst worden, aber ganze 75% sind zugleich absolut richtig. Du warst heute Morgen vielleicht nicht ganz pünktlich im Büro. Aber dafür bleibst du häufig bis nach Feierabend, um deinem Kollegen noch bei der Vorbereitung einer Präsentation zu helfen. Du bist häufig ungeduldig mit deinen Mitarbeitern, aber stärkst ihnen den Rücken, wenn es hart auf hart kommt und Stellen abgebaut werden sollen. Dein Partner bringt viel seltener Blumen mit als früher und hat nicht immer ein offenes Ohr für dich. Aber er ist ein liebevoller Vater eurer Kinder, der trotz seiner Müdigkeit zum Xten Male Memory mit deiner Jüngsten spielt.

Richte deinen Blick auf das, was läuft, was gut ist, was dich freut! Ich versichere dir: allein durch dein Umdenken renkt sich vieles fast wie von selbst wieder ein. Sogar die Neurowissenschaftler können das durch neueste Studien belegen: Du bist was du denkst!

Die innere Brille zurechtrücken

Wenn ich das nächste Mal gefragt werde „Ich seh etwas was du nicht siehst“, werde ich also erst einmal meine innere Brille richten. Im Zweifelsfall werde ich ein wenig Abstand nehmen, so wie es die Weitsichtigen tun, die versuchen ohne Lesebrille eine Zeitung zu lesen. Mit etwas Abstand erkennt man nämlich das große Ganze und das ist trotz mancher Mängel schon immer schön, ansehnlich und besonders gewesen!

Vielleicht magst du, bevor du heute ins Büro gehst, oder bevor du nach Feierabend die Haustüre aufschließt, kurz deine innere Brille zurechtrücken und dem Ganzen einen zweiten Blick gewähren? Denk dran: Wir spielen nicht „Finde den Fehler“, sondern „Ich seh etwas, das ist sehr schön“!

In diesem Sinne … Sei mutig, sei echt, sei einzigartig!
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