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Erfolgsfaktor Wertschätzung

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Zwischen den Feiertagen gingen mir wiederholt Gedanken durch den Kopf, die bei genauerer Betrachtung den gemeinsamen Nenner „Wertschätzung“ aufwiesen. So entschied ich kurzerhand, eine kleine Beitragsreihe zu dieser Thematik zu starten. Die Beiträge werden dir helfen, die große Bedeutung eines wertschätzenden Arbeits- und Lebensstils zu erkennen. Sie sollen dich dabei unterstützen bewusste Schritte zu gehen, um dir den „Erfolgsfaktor Wertschätzung“ im besten Sinne zu Nutze zu machen.

Spreche ich hier von Wertschätzung, meine ich damit einen respektvollen, wohlwollenden und anerkennenden Umgang zwischen Menschen. Wertschätzung bedeutet, den Menschen in seiner Gesamtheit als positiv zu bewerten. Sie drückt sich „in Zugewandtheit, Interesse, Aufmerksamkeit [und] Freundlichkeit“* aus.

Was Wertschätzung und Selbstwert miteinander zu tun haben
In der Psychologie ist es anerkannter Tatbestand, dass Selbstwert und Wertschätzung stark zusammenwirken. Das heißt, jemand, der über ein gesundes Selbstwertgefühl verfügt, kann anderen Menschen mit deutlich mehr Wertschätzung begegnen. Wer umgekehrt anderen Respekt, Wohlwollen und Anerkennung schenkt, wächst dabei automatisch in seinem Selbstwertgefühl.

Die Anziehungskraft wertschätzender Menschen
Wer von uns sucht nicht gern die Nähe zu Menschen, die einen respektvoll, ermutigend oder anerkennend begegnen? Menschen mit einer wertschätzenden Haltung sind allgemein beliebt. Sie sind wie ein Magnet, in deren Umkreis man gern verweilt. Denn Wertschätzung tut gut. Sie hilft, das Gute in zu entwickeln und aus uns herauszulassen. Sie erfüllt ein in jedem Menschen liegendes Bedürfnis: Das Grundbedürfnis nach Anerkennung.

Aber nicht nur das. Wertschätzende Menschen sind in der Regel auch dankbarer, ruhen mehr in sich, fühlen sich erfüllter und sind erfolgreicher. Wertschätzende Partnerschaften beispielsweise halten selbst großen Lebenskrisen stand und sind ein Schlüssel für langjährige, glückliche Ehezeiten. Wertschätzende Unternehmensführung sorgt für eine gesündere Belegschaft. Wertschätzende Führungskräfte ziehen Bestperformer an und schaffen es, sie so lange zu halten, wie es deren Entwicklung und dem des Unternehmens nicht im Wege steht. Das bestätigen regelmäßige Gallup-Umfragen in Unternehmen. Ein interessanter Artikel dazu erschien vor einigen Jahren in der Welt.

Eine wertschätzende Haltung trainieren
Warum sich das Leben also unnötig schwer machen?! Teile ruhig Lob und Anerkennung großzügig aus – aber ehrlich und präzise! Es wird zu dir in vielfältiger und bereichernder Form zurückkommen. Lust auf ein Experiment? Probiere es einmal aus.

1) Nimm dir ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand. Zeichne eine Tabelle mit zwei Spalten. In die linke Spalte schreibst du spontan die Namen von drei Personen, die du magst. Notiere zu jeder Person drei Stichpunkte, die ausdrücken was du besonders an ihr schätzt.

2) In die rechte Spalte der Tabelle schreibst du anschließend spontan die Namen von drei Personen, die du momentan eher meidest, die dir das Leben womöglich schwer machen oder auf die du aktuell nicht so gut zu sprechen bist. Auch hier notierst du dir zu jeder Person drei Eigenschaften, Verhaltensweisen oder Fähigkeiten, die man ganz neutral gesehen an ihr für gut heißen kann. Mach dir die Mühe, tatsächlich drei positive Attribute pro Person zu finden! Auch, wenn es etwas länger dauert. Wichtig ist dabei: bleib ehrlich, möglichst neutral und sachlich und formuliere die Stichpunkte positiv!

3) In den kommenden drei Monaten pickst du dir jede Woche eine Person pro Spalte heraus. Also jede Woche insgesamt zwei deiner notierten Namen. Jetzt nutzt du alltägliche Begegnungen (oder suchst bewusst welche, falls sie nicht von allein entstehen), bei denen du einen der positiven Punkte ansprichst – zum Beispiel „beiläufig“ in einer Email, einer Geburtstagskarte, einem Smalltalk oder ähnlichem. Achte dabei darauf, dass du dein Lob ehrlich meinst und möglichst präzise formulierst. Ein oberflächliches „Das hast du toll gemacht!“ ist nicht wertschätzend. Es führt zu nichts oder hinterlässt bei deinem Gegenüber im schlimmsten Falle gar einen schalen Beigeschmack.

4) Das machst du so lange, bis du jeden der insgesamt 18 Stichpunkte an die jeweilige Person adressiert hast. Es ist also ein kleines Projekt, das auf etwa 3 Monate ausgelegt ist. Beobachte, was dabei in dir vor sich geht, wie die Personen reagieren, wie sich die Beziehung zwischen euch entwickelt und wie sich deine innere Denkweise womöglich auch anderen Menschen gegenüber verändert. Und wenn du magst, dann schreib doch hier in den Kommentaren über deine Erlebnisse. Viel Spaß mit deinem Experiment!

Sei mutig, sei echt, sei einzigartig!
Deine Beate

* https://de.wikipedia.org/wiki/Wertsch%C3%A4tzung<<, 05.01.2016


#wissenwasmirwichtigist. DER BLOG FÜR KLARHEIT, ORIENTIERUNG UND PERSÖNLICHKEIT.

Weihnachtsspecial Teil 4: Beschenkt im Advent

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Sie bringen Augen zum Leuchten und Herzen zum Hüpfen. Sie versetzen den einen in Stress und Hektik, den anderen in Vorfreude und kreativen Tatendrang. Wohl jede/r bekommt sie gerne, und ist enttäuscht, wenn sie ausbleiben: Geschenke.

Anleitung zum Schenken
Unzählige Euros werden jedes Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgegeben. Ich kenne viele, denen die ganze Schenkerei in dieser Jahreszeit ziemlich auf den Leim geht. Persönlich mache ich allerdings sehr gerne Geschenke und weiß häufig schon im Oktober, was ich wem schenken werde. Die Vorfreude darauf, etwas hübsch einpacken zu können und ein erfreutes oder überraschtes Gesicht zu sehen, macht mich immer wieder glücklich. Und selbst etwas mit Liebe bedachtes auswickeln zu dürfen, ist natürlich ebenfalls superschön.
Aber die hohe Kunst des Schenkens ist etwas, was nicht jede/r beherrscht. Joachim Ringelnatz gibt dafür in seinem Gedicht (erschienen um 1910) eine hilfreiche Anleitung, die auch in der heutigen Zeit bedenkenswert ist.

Vom Schenken (Joachim Ringelnatz)
Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gabe wiegen,
sei dein Gewissen rein.
Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei,
was in dir wohnt
an Meinung, Geschmack und Humor,
so dass die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
dass dein Geschenk –
Du selber bist.

Sich selbst ver- und beschenken
Sich selbst zu verschenken ist vermutlich das Ultimum unter den Präsenten. Es macht den Schenkenden auf eine ganz besondere, tiefgehende Weise glücklich. Hast du solch einen Moment schon einmal erlebt? Dann weißt du wovon ich spreche.

Hin und wieder kann es jedoch auch wichtig sein, sich selbst einmal zu Beschenken. Damit meine ich keine Konsumgüter (Handtaschen, technischen Schickschnack oder so), mit denen man sich so zwischendurch mal „belohnt“. Ich meine diese Art Geschenke, die einen helfen, zum wirklich Wesentlichen (zurück) zu finden oder gar die Weichen im Leben neu zu stellen. Das kann ein gutes Buch sein, eine Fortbildung, eine Beratung. Oder einfach eine besondere Begegnung, eine unerwartete Unterbrechung im Alltag oder eine Frage, die einen aufrüttelt. Vielleicht beschenkst du dich mit einem Präsent dieser Art zu Weihnachten einfach mal selbst?

Sei mutig, sei echt, sei einzigartig!
Einen schönen 4. Advent wünscht dir,
Beate

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Weihnachtsspecial Teil 3: Humorvoll im Advent

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Ohne Spaß: Ich hab eine Weile überlegt, ob ich meinen Lesern das Gedicht in meinem heutigen Weihnachtsspecial wirklich antue. Als jemand, der gestelztes, proletenhaftes oder wichtigtuerisches Denglisch (vor allem im Jobumfeld) echt über hatte, müsste ich eigentlich eine Lanze für die deutsche Sprache brechen. Und vielleicht erwartet ihr zur besinnlichen Weihnachtszeit auch eher etwas Klassisches?

Doch vor etwa einer Woche hatte ich ein interessantes Gespräch zum Thema Spaß und Humor im Alltag. Mir wurde dabei klar, dass ich irgendwie zu wenig lache. Nicht dass ich keinen Spaß hätte, mich nicht über Alltägliches freuen könnte. Im Gegenteil. Für viel Gelächter und spontane Albernheiten sorgen meine Familie und Freunde regelmäßig. Doch insgesamt empfinde ich es als zu wenig.

Ich habe daher mein ganz persönliches Humor-Projekt ausgerufen. Das bedeutet einerseits, dass ich in den kommenden Wochen den Ursachen für dieses Empfinden nachgehen und andererseits den Spaß noch bewußter in mein Leben holen will. Gesagt, getan, hab ich direkt nach lustigen Weihnachtstexten geforscht. Dabei bin ich auf dieses Gedicht hier gestoßen und musste beim Lesen – ganz sicher nicht nur wegen meines guten Vorsatzes – an etlichen Stellen herzhaft lachen.

Ich wünsch mir, dass du dich davon ein wenig anstecken lässt; manche Situation einfach nicht zu ernst nimmst, sondern gerade die Adventszeit deutlich humorvoller angehst, als du es gewohnt bist. Vielleicht lachst du einfach mal über dich selbst, oder über so alberne Texte wie diesen hier:

Weihnachts-Time (Autor unbekannt)

When the last Kalender-sheets
flattern through the winter-streets
and Dezemberwind is blowing,
then ist everybody knowing
that it is not allzuweit:
she does come – the Weihnachtszeit.
All the Menschen, Leute, people
flippen out of ihr warm Stuebl,
run to Kaufhof, Aldi, Mess,
make Konsum and business.
Kaufen this und jene Dings
and the Churchturmglocke rings.
Manche holen sich a Taennchen,
when this brennt, they cry „Attention“.
Rufen for the Feuerwehr:
Please come quick to loeschen here!“
Goes the Taennchen of in Rauch,
they are standing on the Schlauch.
In the kitchen of the house
mother makes the Christmasschmaus.
She is working, schufting, bakes
hit is now her Yoghurtkeks.
And the Opa says als Tester:
„We are killed bis to Silvester“.
Then he fills the last Glas wine –
yes, this is the Christ-Mast-Time!
Day by day does so vergang,
and the Holy night ! does come.
You can think, you can remember,
this is immer in December.
Then the childrenlein are coming
candle-Wachs is abwaerts running.
Bing of Crosby Christmas sings
while the Towerglocke rings
and the angels look so fine –
well this is the Weihnachtstime.
Baby-eyes are big and rund,
the familiy feels kerngesund
when unterm Weihnachtsbaum are hocking
then nothing can them ever shocking.
They are so happy, are so fine –
this happens in the Chistmastime!
The animals all in the house,
the Hund, the Katz, the bird, the mouse,
are turning round the Christmastree,
enjoy this day as never nie,
well they find Kittekat and Chappi
in the Geschenkkartong von Pappi.
The family begins to sing
and wieder does a Gloeckche ring.
zum Song vom gruenen Tannenbaum
the Traenen rennen down and down.
Bis our mother ploetzlich flennt:
„The Christmas-Gans im Ofe brennt!“
Her nose indeed is very fine
Ende of the yearly Weihnachtstime.

Wie hältst du es mit dem Humor im Alltag? Was hilft dir konkret, alltägliche Situationen im Job oder Privatleben mit Humor zu meistern? Ich würde mich sehr über deinen Kommentar freuen!

Sei mutig, sei echt, sei einzigartig!
Deine Beate

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Weihnachtsspecial Teil 2: Ostalgisch im Advent

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Heute beschenke ich euch mit einem meiner liebsten Weihnachtlieder. Es weckt in mir noch immer wunderschöne Kindheitserinnerungen. Vielen von euch wird es vermutlich nicht so bekannt sein, da es vor allem in der ehemaligen DDR ein sehr weit verbreitetes Weihnachtslied war. Zum Reinhorchen könnt ihr mal diesen Link anwählen.

Tausend Sterne sind ein Dom (Siegfried Köhler)

Tausend Sterne sind ein Dom
in stiller, weltenweiter Nacht
Ein Licht blüht auf im Kerzenschein,
das uns umfängt und glücklich macht!

All dies Schweigen macht uns froh,
ein Leuchten durch die Herzen geht.
Und silbern schwingt der hohe Dom,
vom Hauch der Weihnacht still umweht.

Alles Dunkel sinkt hinweg,
wir haben unser Licht entfacht.
Es leuchtet uns zum neuen Jahr in tiefer,
sternverklärter Nacht.

Freiheit
Die Dynamik dieses Liedes hatte schon für mich als Kind einen freiheitsliebenden, kämpferischen Unterton. Nach dem Motto: „Ich sing mich frei!“ So laut es ging, habe ich es durch die Luft geschmettert. Mit Begeisterung immer wieder gesungen und dabei eine fast berauschende Freiheit empfunden. Der Gedanke der Freiheit ist mir über die Jahre immer wichtiger geworden. In vielerlei Hinsicht. Vor allem geht es mir dabei jedoch um die innere Freiheit, die sich ganz unabhängig von den äußeren Umständen bemerkbar macht.
Freiheit bedeutet für mich heute zum Beispiel, das in einem Menschen schlummernde Potential zu heben, innere Schätze ans Licht zu holen. Es bedeutet für mich Hindernissen, Abers und Widerständen zu trotzen und diese in Mut, Courage und Vertrauen umzuwandeln. Sie fordert mich heraus, mein Licht nicht zu verbergen, sondern es leuchten zu lassen und im besten Falle damit ebenfalls andere anzustecken. Ich bin so dankbar, dass ich ab und an mit dem Erlebnis beschenkt werde, Menschen auf ihrem individuellen Weg in die innere Freiheit zu begleiten. Auch deshalb bin ich Coach geworden.

Gemeinschaft
Eine Freundin sagte mir, dass sie mit den tausend Sternen, von dem dieses Weihnachtslied spricht, die Kraft der Gemeinschaft assoziiert. Diesen Gedanken möchte ich dir mitgeben und dich einladen ihn mit mir weiterzudenken: Was wärst du ohne die Menschen um dich herum? Wieviel bist du gerade wegen ihnen? Welche Kraft kann sich entfalten, wenn tausend Menschen sich eins machen? Um beispielsweise für etwas Lohnenswertes ihre Stimme zu erheben oder helfend anzupacken. Welch ein Glanz kann davon im übertragenen Sinne in unsere Gesellschaft hineinwirken!

Kindheitsträume
Ich bin davon überzeugt, dass Kindheitsträume und -erinnerungen für etwas gut sind. Nicht umsonst melden sie sich in unseren Gedanken immer mal wieder zu Wort. Bestimmt hattest auch du einen Kindheitstraum.

Nehmen wir einmal an, das Anzünden einer Kerze würde tatsächlich bewirken, dass dir ein Wunsch oder Kindheitstraum erfüllt, ein inneres Sehnen oder Drängen gestillt werden würde. Wofür würdest du dann deine Kerze anzünden? Wofür würdest du deine Stimme erheben? Wofür Partei ergreifen? Wofür willst du brennen?

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Weihnachtsspecial Teil 1: Achtsam im Advent

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Mit ihren schlichten Zeilen ist es der Dichterin Inka Kunath gelungen, mich zu bewegen und aufzurütteln. Lass die Worte dieses schönen Weihnachtsgedichts einmal auf dich wirken. Regen sich dabei Gedanken oder Fragen in dir? Oder haben sie nur einen angenehmen Klang?

Das Jahr Null (I. Kunath)
Der heilige Abend nahet nun wieder,
erleuchtet singen wir frohe Lieder,
wir reden von Liebe und Seligkeit,
wir schmücken den Baum zur Weihnachtszeit.
Doch all überall seh’ ich Menschen stehen,
die achtlos am Christbaum vorübergehen.
Sie hören es kaum, sie glauben es nicht,
was der Engel der Weihnacht zu ihnen spricht.
Doch lauscht man ihm still, dann wird offenbar,
was am heiligen Abend im Jahr Null geschah.

Das Jahr 2015

Im Gedicht ist die Rede vom Jahr Null. Dem Jahr, in dem unsere heutige Zeitrechnung begann; das Jahr Christi Geburt. Heute, circa 2015 Jahre danach, ist es wieder sehr im Trend, still zu werden, die bewusste Wahrnehmung zu schulen. Achtsamkeit ist in aller Munde und lässt sich mit Seminarangeboten und Ratgebern prima vermarkten. Dies liegt sicherlich daran, dass wir es verlernt haben, den Signalen unseres Körpers und unserer Seele Beachtung zu schenken. Einerseits sind wir in unserer modernen Gesellschaft extrem auf Individualität, persönlichen Erfolg oder materielle Reichtümer getrimmt. Es wird sehr viel von uns gefordert – im beruflichen aber auch im privaten Umfeld. Wissen wird fast täglich erneuert, mehr denn je global gedacht. Wir befinden uns in einer Art Rauschzustand. Übersättigt und hungrig zugleich. Und andererseits stellen viele von uns fest, dass all dies nicht alles gewesen sein kann; dass es uns nicht anhaltend glücklich macht.

Achtsamkeit und Sinnsuche

Doch was in den Zeilen von I. Kunath anklingt, ist nicht diese Art der Achtsamkeit, die alle Hektik und allen Stress vertreibt. Es ist vielmehr der Wunsch, trotz aller Geschäftigkeit dem Weihnachtswunder Beachtung und Glauben zu schenken.
Ich denke, dies spiegelt das Bedürfnis vieler Menschen tatsächlich wider. Wir sind heutzutage nach Konsumgesichtspunkten derart übersättigt, dass sich eine andere Art von Hunger in uns bemerkbar macht: Das Bedürfnis nach Tiefe, Wahrheit und Sinn. Ich behaupte mal, in jedem von uns steckt irgendwo der Wunsch zu begreifen, woher wir kommen, warum wir sind und wohin wir gehen. In meinen Coachings und in vielen anderen Begegnungen ist mir das immer wieder aufgefallen. Wir wollen das große Ganze verstehen. Wir meinen zunächst, alles mit Hilfe moderner Errungenschaften erklären zu können und müssen uns mit jeder weiteren Erkenntnis in Wissenschaft und Forschung jedoch – wie Sokrates – eingestehen: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“.

Advent (lat. ‚adventus‘) bedeutet „Freudige Erwartung“

Was erwartest du 2015 von der Advents- und Weihnachtszeit? Ich wünsche dir, dass du in diesem Jahr Antworten auf diese Kernfragen deines Daseins findest. Vielleicht verweilst du „achtsam“ vor einem Weihnachtsbaum, lauschst ein Weilchen einem Weihnachtssong, genießt den Duft von Plätzchen und Glühwein und lässt dich beschenken.

Sei mutig, sei echt, sei einzigartig!
Deine Beate

#Wissen-was-mir-wichtig-ist. DER BLOG FÜR KLARHEIT, ORIENTIERUNG UND PERSÖNLICHKEIT.

3 Gründe, warum du Freundschaften kündigen solltest

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Freundschaften auf den Prüfstand stellen

Über die Jahre hat sich in meinem Leben ein großer Freundeskreis angesammelt. Wie jeder, erlebte auch ich hin und wieder Enttäuschungen oder Kränkungen. Das führte dazu, mich von einigen Menschen bewusst zu verabschieden oder zu distanzieren. Ich habe festgestellt, dass ich mit 2-3 sehr engen Freunden einfach viel glücklicher bin. Und weil ich jetzt nicht mehr jedermann Freund sein muss beziehungsweise sein will, fühle ich mich deutlich weniger gestresst.

Erstaunlich ist, wie häufig das Thema Freundschaften in meinen Coachings thematisiert wird. Die Option, Freundschaften auch mal zu kündigen, empfinden manche als kindisch, andere als unerhört, viele als unmöglich. Ich will dich ermutigen, deine Freundschaften auf den Prüfstand zu stellen und erkläre dir, wann und warum es sich lohnt, einen Cut zu machen.

Grund 1: Belastende Freundschaften sind keine Freundschaften!
Manchmal „schleift“ man Freunde ewig lang mit sich herum. Schulfreunde, Freunde von ehemaligen Arbeitsstellen, Freunde anderer Freunde, Freunde der Familie … Manche von ihnen beanspruchen ungeheuer viel Aufmerksamkeit. Dabei ist noch gar nicht die Rede von den Freundschaften, die keine sind, weil es immer Streit, Aufrechnereien oder Seitenhiebe gibt.

Manches Mal beschleicht einen der Gedanke, es wäre doch alles einfacher ohne sie. Dies kann jedoch ein deutliches Signal sein, dass jemand nicht wirklich ein Freund ist, sondern vielleicht nur ein Bekannter oder früherer Weggefährte. Wenn diese Beziehung dann auch noch anhaltend belastet, zieht sie einem regelrecht die Kraft und Freude aus den Adern. Jetzt heißt es, den Tatsachen ins Auge zu blicken, denn das ist das Gegenteil von Freundschaft!

Grund 2: Belastende Freundschaften blockieren dich
Es gibt Freundschaften, die sich zu einem ungesunden Abhängigkeitsverhältnis entwickelt haben. Freundschaften, die einen aufgrund von Verabredungen, empfundenen gegenseitigen Pflichten, forsch oder subtil aufgestellten Forderungen permanent beschäftigt halten und dich dadurch auf vielseitige Weise ausbremsen:

  • Einige Freundschaften behindern dich in deiner persönlichen Entwicklung, wenn sie nicht auf Ehrlichkeit und gegenseitigem Respekt gegründet sind.
  • In manchen Freundschaften geht es immer nur um den anderen. Es regt sich Ärger in dir, du fühlst dich zurückgestellt. Womöglich vermittelt dir das Miteinander immer wieder das Gefühl, du seist nicht wichtig. Vielleicht wirst du mit der Zeit automatisch immer stiller, erzählst weniger von dir, weil es den anderen eh nicht interessiert. Und dieses In-sich-zurückziehen verselbständigt sich beinahe unbemerkt.
  • Manche „Freunde“ platzen regelmäßig mit ihrem Schwall an Ärger oder Problemen einfach so in deinen Tag hinein. Klar darf und muss für sowas in einer Freundschaft auch Raum sein dürfen. Keine Frage. Doch ich spreche hier von einer auffälligen Unausgewogenheit, die bspw. daran zu erkennen ist, dass du nie gefragt wirst, wie es dir eigentlich geht oder deine Antwort auf spürbares Desinteresse oder verschlossene Ohren stößt.
  • Blockierende Freundschaften kosten sehr viel Zeit, wenn es beispielsweise immer wieder zu Diskussionen, Umständlichkeiten oder sonstigem Hin-und-Her kommt. Oder wenn du dich beim Telefonieren oder nach einem Besuch bei dem Gedanken erwischst: „Die Zeit hätte ich jetzt doch lieber anders verbracht!“
  • Sie rauben dir Zeit (und Kraft) aber auch auf andere Weise: Denn wenn du mit vorhandenen Beziehungen schon stark eingebunden – oder ausgelastet – bist, dann hast du keine Kapazitäten mehr für die Menschen, mit denen du lieber Zeit erbringen würdest.
  • Schlimmstenfalls desillusionieren sie: Dann verliert man den Glauben an echte Freunde oder sieht keinen Sinn darin, sich doch mal mit der sympathischen Kollegin privat zu treffen. Es ist kein Freiraum mehr da, um sich auf neue mögliche Freunde einzulassen.


Grund 3: Du wirst durch die Menschen geprägt, mit denen du dich umgibst

Fakt ist, dass wir erstaunlich stark davon geprägt werden, mit wem wir uns umgeben. Wir färben auf unsere Freunde ab – und sie auf uns. Sie beeinflussen unser Denken, unsere Meinungsbildung, unsere Prioritäten, unsere Entwicklung, unser Handeln, unsere Gesundheit und vieles mehr.
Im Gegensatz zur Herkunftsfamilie oder manch berufliche Gegebenheiten bist du es jedoch, der darüber entscheidet, mit wem du dich umgibst und wen du letztlich zu deinen Freunden zählst. Unterscheide hier ruhig zwischen einem sehr engen und einem etwas weiteren Freundeskreis, wenn dir das hilft. Aber sei ehrlich mit dir selbst:

  • Welche Art Mensch willst du sein?
  • Helfen dir deine Freundschaften, dieser Mensch zu werden?
  • Sind sie ehrlich, verständnisvoll, hilfsbereit, intellektuell bereichernd, freiheitsfördernd?

Prüfe, was dir wichtig ist und welche Freundschaften dich hindern, deinen Prioritäten im Leben zu folgen. Bedenke: Das Schlimmste, was dir passieren kann, ist nicht das Gefühl auszuhalten, auf einen vermeintlichen Freund verzichten zu müssen. Worst case ist hingegen, deine kostbare Lebenszeit mit den falschen, krankmachenden, belastenden Menschen vergeudet zu haben. Das Leben ist kurz – schau mal, wie schnell fünf oder zehn Jahre vorbeizischen. Lass uns die Zeit mit den Menschen verbringen, die wertvoll für uns sind – und wir für sie.

Sei mutig, sei echt, sei einzigartig!
Deine Beate

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Neu hier?

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Impulse für Experten, Führungskräfte und Selbständige

Hallo! Du bist das erste Mal hier? Das ist toll! Willkommen auf meinem Blog, in dem ich dir wertvolle Impulse für dein (Berufs-)leben geben möchte. Du bist eine junge Führungskraft oder möchtest es gerne werden? Du bist gestandener Unternehmer und willst dich für die Zukunft wappnen? Du bist Experte in deinem Fachgebiet und spürst, es ist Zeit für Veränderung? Du bist in einer Umbruchsituation und suchst Orientierung oder Klarheit für gute Entscheidungen? Wenn du davon mindestens eine Frage mit „Ja“ beantworten kannst, bist du hier richtig!

Themen in diesem Blog

Denn ich schreibe über alles, was dir helfen wird
– Sinn und Erfüllung im Job zu finden
– Orientierung in Umbruchsituationen zu erzielen
– die eigene Persönlichkeit optimal zu entwickeln
– Klarheit über das eigene Sein, Denken und Handeln zu erreichen
– die Schnittstelle zwischen Berufs- und Privatleben besser in Einklang zu bekommen
– gute Entscheidungen zu treffen, um Erfolg und Authentizität im Job zu vereinen.

Interaktiv und nützlich

Schau dich gern in den Kategorien und Blogbeiträgen um; abonniere deinen persönlichen Newsletter oder Feed, um nichts zu verpassen und teile einfach alles, was dir gefällt, in deinen sozialen Netzwerken! Ich freu mich außerdem sehr über den Austausch mit dir. Nutze dazu gern die Kommentarfunktion.

Noch was zum Duzen

Wundere dich bitte nicht, dass ich hier direkt duze. Das liegt zum einen daran, dass dieser Blog von vielen gelesen wird, die ich bereits z.B. durch ehemalige oder akteulle Coachings persönlich kenne. Zum anderen brauchen meine Themen eine gewisse Nähe, damit sie dir auch wirklich weiterhelfen. Das Duzen ist hierbei eine hilfreiche Brücke. Ich dank dir für dein Verständnis!

Sei mutig, sei echt, sei einzigartig!
Deine Beate

 

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Beschenken lassen – wie wunderbar!

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Weihnachtstexte und -gedichte zur Selbstreflektion
Online beschenken lassen? Wie soll das gehen? Na so geht das: Im Laufe der diesjährigen Adventszeit stelle ich jede Woche eines meiner liebsten Weihnachtstexte oder -gedichte online. Zum Nachdenken, zum Reflektieren und zum Besinnen auf das Wesentliche in dieser besonden Zeit im Jahr. Poesie hat ewas magisches, das unserer Seele gut tut, unser Denken erweitert und unser Handeln hinterfragt. Wie oft sprachen mir die Worte eines Dichters, Liedermachers oder Autors schon aus dem Herzen, wo ich selbst keine Worte (mehr) fand! Das kennst du bestimmt auch, oder?

Damit möchte ich dich gern beschenken. Ich werde dich also bis zum Weihnachtsfest immer wieder einladen, die Zeilen im Sinne der Selbstreflektion auf dich wirken zu lassen. Einige ergänzende Fragen oder Gedanken werden dich dabei ganz unkompliziert anleiten.

Coaching-Gutschein sichern
Du willst noch mehr Geschenke, die dir wirklich gut tun? Dann abonniere doch einfach den #Wissen-was-mir-wichtig-ist-Newsletter und du wirst immer wieder neu beschenkt! Und wenn du dich sogar bis zum 24. Dezember 2015 (Heiligabend), 24:00 Uhr, für den Newsletter anmeldest, werde ich dir einen Gutschein für ein kostenfreies Erstgespäch zuschicken. Diesen kannst du dann bis einschließlich 28.02.2016 telefonisch, per Skype oder in einem persönlichen Termin bei mir einlösen. Eine prima Möglichkeit, um deine persönlichen Coachinganliegen zu vertiefen und einen ganz eigenen Coachingprozess anzustoßen! (Wert: 120 EUR)

Eine gesegnete Weihnachszeit!
Deine Beate

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Was siehst du? Oder: Korrigiere deinen Fokus!

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Negatives Denken

Kennst du das Spielchen „Ich seh etwas, was du nicht siehst“? Der Eine wählt im Geheimen einen Gegenstand, nennt dessen Farbe und der Andere muss anhand der Farbe erraten, welcher Gegenstand wohl gesucht wird. Mein Sohn, mit dem ich dieses Spiel kürzlich bei einer Autofahrt spielte, meinte auf einmal „Ich seh etwas, was du nicht siehst, und das ist sehr schön.“ Hmm, das macht das jetzt alles etwas komplizierter, dachte ich zunächst. Aber irgendwie auch eine willkommene Idee, das Spielchen mal ein wenig zu variieren. Was meint er wohl? Vor lauter Irritation konnte ich für ein paar Sekunden nichts antworten. Dann brach es mit einem Grinsen aus ihm heraus: „Ich meine dich!“

Es hat mich tief berührt, so etwas von meinem 6jährigen zu hören. Wohl jedes Mutterherz würde bei solchen Worten dahinschmelzen, oder? Aber nach etwa einer weiteren Sekunde überkam mich dann der Gedanke, dass ich mich gerade alles andere als schön fühlte. Ich hab die Nacht zuvor kaum geschlafen und war hundemüde, hatte es aufgrund des morgendlichen Stresses nicht geschafft, ein wenig Make up aufzulegen und soeben noch über einen anderen Autofahrer geschimpft – naja, mehr als geschimpft, um ehrlich zu sein. Ich machte mir zusätzlich Vorwürfe, warum ich beim Frühstück nicht viel geduldiger mit meinem Sohnemann umgegangen bin, der zum Xten Mal sein Müsli umgekippt hatte. Und jetzt das! Es war gerade mal 8 Uhr am Morgen. Was man zu dieser Tageszeit schon alles gedacht hat! Lauter negatives Zeugs über mich und andere. Dabei sollte ich es doch besser wissen!

Den Fokus neu ausrichten

Ich musste mich unweigerlich ermahnen, an dieser Stelle einen Punkt zu machen und meinen fehlgeleiteten Fokus neu auszurichten. Wie sind wir Menschen doch darauf geeicht, jeden Mangel, jeden Fehler und jedes Hindernis zu erkennen. Und dabei sind wir gewisser Maßen auch noch stolz darauf. Wenn es um Perfektion und Qualität geht, spielen wir Deutschen in der Weltrangliste ja ganz weit oben mit. Aber hat es dir schon jemals wirklich weitergeholfen, dich um Probleme zu kreisen, dem anderen seine Fehler unter die Nase zu reiben und dich selbst für deinen Mangel anzuklagen?

Bei dem Bildchen oben … was siehst du da? Ja, eine Aufgabe ist falsch gelöst worden, aber ganze 75% sind zugleich absolut richtig. Du warst heute Morgen vielleicht nicht ganz pünktlich im Büro. Aber dafür bleibst du häufig bis nach Feierabend, um deinem Kollegen noch bei der Vorbereitung einer Präsentation zu helfen. Du bist häufig ungeduldig mit deinen Mitarbeitern, aber stärkst ihnen den Rücken, wenn es hart auf hart kommt und Stellen abgebaut werden sollen. Dein Partner bringt viel seltener Blumen mit als früher und hat nicht immer ein offenes Ohr für dich. Aber er ist ein liebevoller Vater eurer Kinder, der trotz seiner Müdigkeit zum Xten Male Memory mit deiner Jüngsten spielt.

Richte deinen Blick auf das, was läuft, was gut ist, was dich freut! Ich versichere dir: allein durch dein Umdenken renkt sich vieles fast wie von selbst wieder ein. Sogar die Neurowissenschaftler können das durch neueste Studien belegen: Du bist was du denkst!

Die innere Brille zurechtrücken

Wenn ich das nächste Mal gefragt werde „Ich seh etwas was du nicht siehst“, werde ich also erst einmal meine innere Brille richten. Im Zweifelsfall werde ich ein wenig Abstand nehmen, so wie es die Weitsichtigen tun, die versuchen ohne Lesebrille eine Zeitung zu lesen. Mit etwas Abstand erkennt man nämlich das große Ganze und das ist trotz mancher Mängel schon immer schön, ansehnlich und besonders gewesen!

Vielleicht magst du, bevor du heute ins Büro gehst, oder bevor du nach Feierabend die Haustüre aufschließt, kurz deine innere Brille zurechtrücken und dem Ganzen einen zweiten Blick gewähren? Denk dran: Wir spielen nicht „Finde den Fehler“, sondern „Ich seh etwas, das ist sehr schön“!

In diesem Sinne … Sei mutig, sei echt, sei einzigartig!
Deine Beate

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